WORUM GEHT ES – WESHALB GEHEN WIR IN 2026 ERNEUT AUF DIE STRAßE?

Deutschland ist flächendeckend gut bestückt mit Denk- und Mahnmalen, mit Statuen, Monumenten und Gedenkstätten, die an Männer erinnern. Vorwiegend an Männer, die Menschen getötet haben.
Für Frauen, die von Männern getötet wurden, gibt es nahezu keine Erinnerungsplätze. Dabei sind der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes zufolge jedes Jahr weit mehr als 300 Femizide in Deutschland belegt. 

WARUM IST UNSER ÖFFENTLICHER PROTEST AUCH IN 2026 SO WICHTIG?

Die Bundespolitik ignoriert deutsche Femizide weiterhin auf so vielen Ebenen:

Unsere amtierende Bundesregierung tut deutlich zu wenig, um Femizide in Deutschland zu verhindern.
Wir nehmen das nicht hin.
Ihr schuldet uns Schutz.
Ihr verunglimpft den Rechtsstaat.
Ihr riskiert unsere Leben. 

WIE LAUTEN UNSERE FORDERUNGEN?

Es fehlt auf allen Ebenen an wirkmächtigen Korrektiven.

  • Wir fordern die von GREVIO angemahnte, nationale Strategie zur Gewaltprävention.
  • Wir fordern die Bereitstellung adäquater Etats, um präventiven Gewaltschutz zu sichern.
  • Wir fordern ausreichende Schutzangebote und Schutzräume, bundesweit.
  • Wir fordern bundesweite Gedenkmomente und -stätten.
  • Wir fordern unabhängige Forschung sowie die Bereitstellung der erforderlichen Mittel.
  • Wir fordern ein nationales Intensivieren staatlicher Gleichstellungsanstrengungen für Frauen.
  • Wir fordern Trainings für Exekutive, Legislative und Jurisdiktion.
  • Wir fordern den unterstützenden Schulterschluss der Bereiche Gesundheit, Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung.

Wir fordern unser Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit auch dieses Jahr wieder deutlich sichtbar ein.

WANN – WAS – WO – WIE?

Sei auch Du dabei, am 15. November 2026.
Sei Teil unserer dritten, offiziell angemeldeten Demo in Berlin: FRAUEN.TRAUER.TAG.
Wichtig: Zur Planung bitte unbedingt anmelden unter femizidaktion@gmail.com.

Um 11:00 Uhr starten wir am Brandenburger Tor, ab Pariser Platz.
Wir freuen uns sehr auf Dich und Deinen Support – topless ist dabei absolut freiwillig.

Im Zuge der Genehmigung für die Demonstration haben wir folgende Vorgabe bekommen, die zwingend einzuhalten ist: Wir dürfen weder skandieren oder rufen, noch schreien, denn der Tag ist ein stiller Gedenktag. Stattdessen werden wir mit unseren Accessoires und Transparenten, deren Botschaft unmissverständlich ist, wieder unübersehbar sein.

Biologische Männer, die unseren Kampf gegen Gewalt gegen Frauen unterstützen möchten, sind ebenfalls willkommen. Wir freuen uns, wenn sie unseren Zug ab 11:00 Uhr begleiten: Bitte unbedingt hinter dem weiblichen Hauptfeld.

Wir werden Betroffene und Überlebende im Zug dabeihaben.
Um ihnen allen einen sicheren Raum zu geben und jedwede weitere Viktimisierung nach bestem Wissen von Beginn an auszuschließen, werden wir die Polizei um sofortiges Eingreifen bitten, sofern versucht wird, unseren Marsch für andere Themen umzunutzen. 
DAS GILT INSBESONDERE FÜR ÜBERGRIFFIGE INSTRUMENTALISIERUNG DURCH REPRÄSENTIERENDE EINZELNER PARTEIEN ODER ANDERE INTERESSENSGRUPPEN: WIR SIND NICHT EUER MARKETINGTOOL!

Wir distanzieren uns von jedweder Kontextualisierung mit rechten Thesen. Ebenso von dem whataboutism, mit dem regelmäßig versucht wird, männliche Gewaltexzesse allein im Ausland und darüber den lange überfälligen Handlungsbedarf weit außerhalb von Deutschland zu verorten.